Verbessertes Employer Branding durch HR-Software zur Erfassung der Mitarbeiter-Zufriedenheit

Bild oben: Würden Sie einen potenziellen Arbeitgeber nach der Arbeitszufriedenheit und der Betriebsatmosphäre fragen? (c) Getty Images

Bewerber interessiert das Betriebsklima

Für routinierte Bewerber sind austauschbare Fragen, wie nach den Stärken und Schwächen oder den größten Erfolgen in der Berufskarriere, schon der erste Dämpfer im Bewerbungsprozess. Stellt sich ein Recruiter mit seiner Gesprächsführung hingegen auf jeden einzelnen Bewerber ein, punktet er im Sinne seiner Arbeitgebermarke.

Recruiter zählen meist nur die Zusatzangebote für die Mitarbeiter auf. Was den potenziellen Mitarbeiter im Gespräch aber wirklich interessiert, ist seine eigene, wahrscheinliche Arbeitszufriedenheit. Zur Kennzahl der Zufriedenheit der Mitarbeiter fällt jedoch meist kein Wort. Häufig liegt der Organisation der Wert für das Ausmaß der Arbeitsplatzzufriedenheit nicht einmal vor.

Bewerber haben eine vorgefasste Meinung und gehen nach dem Gespräch mit dem potenziellen Arbeitgeber oft mit einem negativen Gefühl aus dem Gebäude. Bereits beim Bewerbungsgespräch erhält ein Bewerber eine Vorahnung davon, ob eine Organisation eine vertrauensvolle Arbeitsplatzkultur aufweist oder nicht. 

Betriebsklima als wichtigster Grund für die Entscheidung für einen Arbeitgeber

Für Bewerber stellt die vermutete, ausgezeichnete Arbeitsatmosphäre mitunter den wichtigsten Grund dar, sich für den Antritt bei einer bestimmten Organisation zu entscheiden. Bei den Top 10 der wichtigsten Kriterien bei der Wahl des Arbeitgebers ist das angenehme Betriebsklima bei österreichischen Studenten der wichtigste Grund (Quelle: Career Services, 2017 durchgeführte Befragung von 2.386 Studenten in Österreich).

Für die neu eingetretene Mitarbeiterin kann sich der erste Monat schließlich völlig anders als auf Basis des Bewerbungsgesprächs erwartet entpuppen. Das Betriebsklima ist einer der ersten Faktoren, der wahrgenommen wird. Wenn die Arbeitsatmosphäre unangenehm ist, die neue Mitarbeiterin jedoch eine gefragte Qualifikation hat und die Wirtschaft in der Region weiterhin boomt, wird sie schnell das Weite suchen.

Somit ist das Betriebsklima und insgesamt die Mitarbeiterzufriedenheit ein Multiplikator für Bewerbungen. Ist die Zufriedenheit hoch, so spricht sich das herum oder verbreitet sich über Bewertungsplattformen. Auch die Mitarbeiter selbst empfehlen Arbeitgeber weiter – die berühmte Frage aus dem Employee Net Promoter Score (eNPS™).

Jobzufriedenheit erfassen und auswerten

Mit dem HappyOrNot-System arbeiten Organisationen wie die RS Components, NBG oder Bilfinger Industrial Services in Österreich. Damit ist eine nachhaltige Verbesserung der Zufriedenheit erzielbar, da es sich um ein permanent eingesetztes System der Mitarbeiterbefragung handelt. Täglich bekommen die Leiter der Teams Feedback von den Mitarbeitern. So involviert die HR-Abteilung auch die Teamleitungen in das Projekt, da diese automatisch die E-Mail-Berichte zu den aktuellen Zufriedenheitswerten erhalten. Erst wenn es ein Projekt der Abteilungs- bzw. Teamleitungen ist, wird es zu Verbesserungen der Zufriedenheit der Mitarbeiter kommen und die Organisation sticht in der Mitarbeiterorientierung hervor. 

Erst durch eine kontinuierliche, langjährige Entwicklung der Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit sind die Werte so, dass ein Recruiter sie ohne nachzudenken einem Bewerber offen und ungefragt als bedeutenden Faktor für die Jobauswahl vorstellen wird.