Warum das Messen der Kundenzufriedenheit wichtig ist

 

Eine vollständige Sicht auf das Kundenempfinden in allen Shops ist für Anbieter unerlässlich. Durch datenbasiertes Customer Experience Management erkennen Sie Ihre starken und schwächeren Filialen, optimieren die Abläufe und die Personalbesetzung und ermöglichen Ihren Kunden optimale Einkaufserlebnisse. Ein Kunde, der sich wohlfühlt ist ein treuer Kunde. 

 

Wie Kundenzufriedenheit die Umsätze beeinflusst

 

Wenn Ihr Endkonsument abwandert, so beträgt das Ausmaß des Umsatzverlustes pro Kunde schnell 50.000 EUR in zehn Jahren. Ein Beispiel aus der Nahversorgung: Falls die Zufriedenheit ein so geringes Niveau erreicht, dass der Verbraucher dauerhaft von einem Supermarkt zu einem anderen wechselt, so entgehen diesem Supermarkt in der Woche 100 EUR Umsatz. Bei 50 Wochen sind es jährlich 5.000 EUR Umsatz.

Darüber hinaus müssen Sie damit rechnen, dass ein unzufriedener Kunde auch noch im Schnitt mit über fünf Personen über seine negative Kundenerfahrung spricht und somit andere Kunden ebenfalls negativ in ihrer Kaufentscheidung beeinflusst.

Fühlt sich ein Konsument oder eine Konsumentin in dem Geschäft sehr wohl, so wird dieser Kunde mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederkommen. Außerdem empfiehlt ein Kunde, der sehr zufrieden ist, den Anbieter an seine Verwandten oder Bekannten weiter.

Bild oben: Echtzeit-Alarm Nachricht auf Smartphone bei Überschreiten einer Unzufriedenheits-Schwelle durch Endverbraucher (c) HappyOrNot Ltd., Finnland.

Methoden für das Messen der Kundenzufriedenheit

Die weiteste Verbreitung bei der Erhebung der Zufriedenheit von Kunden hat die Befragung. Dies in der Form von Interviews, schriftlicher Befragung und von Workshops.

Viele Befragungen bilden eine Momentaufnahme ab. Dies ist wichtig, um die Ausgangssituation zu verstehen, aber auch, um den grundsätzlichen Fortschritt der Organisation im Bezug auf die Kundenorientierung zu bewerten. 

Der Trend geht eindeutig in Richtung einer Automatisierung der Datengewinnung und -auswertung zur Kundenzufriedenheit. Selbstbedienungslösungen übertragen die Erfassung von Feedback an die Besucher an der Verkaufsstelle.

Für die laufende Bewertung der eigenen Performance der Filiale muss die Methodik der Befragung zwei Voraussetzungen erfüllen:

1. Sie sind in der Lage, die eigenen Werte der Kundenzufriedenheit mit dem Branchenwert zu vergleichen

2. Die Methode erlaubt Ihnen, verschiedene Bereiche, Zeiträume und Standorte hinsichtlich der Zufriedenheitswerte ständig zu analysieren und miteinander zu vergleichen 

Für eine Kontrolle und Verbesserung der Kundenorientierung und der Werte der Zufriedenheit sind die beiden oben genannte Punkte eine Voraussetzung, aber immer noch nicht hinreichend. Denn eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit erreichen Sie nur dann, wenn die Mitarbeiter Ihrer Organisation die Werte der Zufriedenheit  in ihrem Einflussgebiet erhalten. Gleichzeitig sollen sie erkennen, dass sich das eigene Verhalten oder die gesetzten Maßnahmen positiv (oder negativ) auf die Kundenzufriedenheit auswirken. Somit sollte ein ideales Messsystem permanent die Kundenwerte der Zufriedenheit an die Standortmitarbeiter liefern und eine Eigenkontrolle dieser Mitarbeiter ermöglichen. 

Ein passendes Analysetool liefert dem Regionalleiter eine Visualisierung der Kundenzufriedenheit in der eigenen Region. Sie als Regionalleiter erhalten eine grafische Auswertung wie: im Quartal 1 des aktuellen Jahres waren 90 % der Kunden mit dem Aufenthalt in den Filialen meiner Region A zufrieden, davon waren 75 % der Kunden sehr zufrieden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Wert in meiner Region A bei 87 % zufriedenen Kunden, davon waren 71 % der Kunden sehr zufrieden. Die Mitarbeiter an der Kundenfront erhalten die Werte von der ihnen zugeordneten Filiale auf ihr Smartphone geliefert.

Sie sollten den Zusammenhang zwischen der Kundenfrequenz am Standort, der Besetzung durch Ihr Personal, von gesetzten Maßnahmen und der Gesamtzufriedenheit Ihrer Kunden erkennen.

Erfahren Sie hier mehr zu Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.