1. Maschinell übersetzte Seiten sind langweiliger und schwieriger zu lesen

Wussten Sie, dass die meisten Leser in den ersten zehn Sekunden ihres Webseiten-Besuchs entscheiden, ob sie weiterbleiben? Und dass sie in der Zeit, die sie auf der Webseite verbringen, nur ein Viertel des Textes lesen? Es ist also umso wichtiger, dass der Inhalt ansprechend präsentiert ist. Denn im Internet herrscht wahrlich kein Mangel an interessanten Inhalten.

Warum sind maschinell übersetzte Seiten uninteressanter? Nun, ein durch das Internet surfender Leser will in der Regel unterhalten und informiert werden, nicht an komplizierten Sätzen hängen bleiben. Das Problem der maschinellen Übersetzungstools ist, dass sie in der Regel den Stil der Ausgangssprache beibehalten. Und das macht das Lesen viel mühsamer. Denn die Sprachen sind nun mal unterschiedlich, nicht nur im Vokabular, sondern auch im Stil, wie man Dinge ausdrückt. So hat beispielsweise ein deutscher Satz durchschnittlich deutlich mehr Wörter als ein typischer englischer Satz. Ein englischsprachiger Leser ist dann schnell ermüdet und verlässt bald wieder die Seite. Von Maschinen generierte Übersetzungen sind daher uninteressanter und schrecken potenzielle Kunden ab.

2. Maschinell übersetzte Seite performen im Google-Ranking schlechter

Maschinelle Übersetzungen sind Texte, die nicht von einem Menschen, sondern von einer Software mit KI-Algorithmus stammen. Eines der am häufigsten genutzten Programme ist der Google Übersetzer. Verständlich daher, dass die Google-Suchmaschine ganz gut erkennen kann, ob ein Text maschinell oder von Menschen übersetzt wurde. Erkennt Google, dass eine Webseite maschinell übersetzt ist, bewertet es diese automatisch als weniger vertrauenswürdig.

Maschinell übersetzte Webseiten werden von Google mit einem schlechteren Ranking abgestraft, und zwar aus zwei Gründen: Erstens begegnet Google automatisch generierten Inhalten grundsätzlich mit Misstrauen, und maschinelle Übersetzungen zählen dazu. Solche Webseiten können u.U. sogar als Spam gelten. Der zweite Grund liegt ganz einfach in den bekannten Qualitätsproblemen der maschinellen Übersetzung.

3. Maschinell übersetzte Seiten setzen auch menschlich generierte Seiten herab

Eine maschinelle Übersetzung beeinträchtigt aber nicht nur das Ranking der betroffenen Seite, sondern kann auch andere, von Menschen generierte Inhalte negativ beeinflussen. Denn Google bewertet die Vertrauenswürdigkeit einer Webseite insgesamt, nicht nur die einzelner Teile. Einzelne Seiten bilden also sozusagen ein Team: die schlechte Leistung eines Teammitglieds beeinflusst die Gesamtbewertung aller.

Ist eine maschinelle Übersetzung denn für gar nichts gut?

Die Neuronale maschinelle Übersetzung (NMT) hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Dadurch ist die NMT mittlerweile ein ernstzunehmendes Hilfsmittel für die geschäftliche Kommunikation. NMT-Anwendungen eignen sich dort, wo es um einfache Inhalte in thematisch eingegrenzten Bereichen geht. Beispiele sind u.a.

  • Chatbots für die Kundenkommunikation
  • Produktanfragen und Bestellungen
  • Kurze spontane Mitteilungen (z.B. Mitteilungen über Lieferzeiten)
  • Um Kundennachrichten zu verstehen

Wichtig ist: die NMT ist keine Lösung zum Thema mehrsprachige Kommunikation, sondern ein Hilfsmittel wie einst das Wörterbuch. Und wie bei allen Hilfsmitteln gilt: wer sich in der Materie gut auskennt, kann auch das Hilfsmittel am effektivsten verwenden.


Sie haben Bedarf an mehrsprachiger Kommunikation, fürchten aber, dass eine Profi-Übersetzung Ihre personellen und finanziellen Mittel übersteigt? Fragen Sie uns, wie Sie auch mit einem kleineren Budget Ihren internationalen Kunden entgegenkommen können.